Franchising: Qualität und Vertrauen durch Standards

Archivmeldung des Austrian Standards Institute
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Mit Hilfe von Normen wollen österreichische Experten für klare Rahmenbedingungen und mehr Transparenz sorgen – auch in Europa.

Wien (AS prm, 2009-09-23)

Franchising hat sich in den vergangenen Jahren als erfolgreiches Vertriebssystem für Produkte und Dienstleistungen etabliert und erlangt immer größere Bedeutung als selbstständiger Wirtschaftszweig. Die Zahl der Franchisesysteme und Franchisenehmer ist kontinuierlich gestiegen. Gerade für Jungunternehmer und Gründer stellt diese Form eine Alternative zur klassischen Selbstständigkeit dar.

Trotz der wirtschaftlichen Relevanz gibt es nur in wenigen EU-Mitgliedsstaaten gesetzliche Vorgaben oder Richtlinien, etwa über die Aufklärungspflichten gegenüber Franchisenehmern. Hier will die Österreichische Franchise Gesellschaft Abhilfe schaffen, wie Vorstandsvorsitzende Dr. Sylvia Freygner, LL.M. vor kurzem bei einer Pressekonferenz in Wien berichtete. Neben einer umfassenden Marktstudie wurde deshalb auch die Entwicklung von Normen für Franchisesysteme initiiert. Bei Austrian Standards Institute wurde dazu das Komitee 257 „Franchisesysteme“ gegründet.

Präsentation der Österreichischen Franchise-Gesellschaft und der Entwicklung von Standards bei einer Pressekonferenz in Wien: v.li.n.re.: DDr. Elisabeth Stampfl-Blaha (Austrian Standards Institute), Dr. Sylvia Freygner (Vorsitzende des Komitees 257) und Alfred Harl, CMC (Fachverband Unternehmens-beratung und IT)
Präsentation der Österreichischen Franchise-Gesellschaft und der Entwicklung von Standards bei einer Pressekonferenz in Wien: v.li.n.re.: DDr. Elisabeth Stampfl-Blaha (Austrian Standards Institute), Dr. Sylvia Freygner (Vorsitzende des Komitees 257) und Alfred Harl, CMC (Fach-verband Unternehmens-beratung und IT)

Ziel ist die Entwicklung von nationalen, Europäischen und Internationalen Normen, um so einheitliche Grundlagen einer Terminologie für Franchising und Systemaufbau aufzubauen und Möglichkeiten der Qualitätskontrolle und des Schutzes von Franchisenehmern vor unausgereiften Systemen  zu schaffen. Ebenso wird auf Basis der geplanten Normen – erste Ergebnisse sollen Anfang 2010 vorliegen – eine freiwillige Zertifizierung angestrebt. Sie soll es Dienstleistern ermöglichen, ihre Kompetenz den Kunden transparent darzulegen und damit Orientierung bieten. Die nun in Österreich gestarteten Aktivitäten zur Entwicklung von Franchising-Normen sollen – so Dr. Freygner, die auch Vorsitzende des Komitees 257 ist – auf europäischer Ebene bei CEN eingebracht werden.


WISSEN - Franchising

Franchising ist ein Absatzsystem für Waren, Dienstleistungen und/oder Technologien, das auf einer engen und fortlaufenden Kooperation rechtlich selbstständiger Geschäftspartner beruht. Franchisegeber und -nehmer schließen dabei einen Vertrag, der die Franchisenehmer berechtigt, gegen Entgelt und unter Einhaltung festgelegter Regeln das erprobte Geschäftskonzept des Franchisegebers zu nutzen.

Die Standards werden von Experten der interessierten Kreise im Komitee 257 „Franchisesysteme“ bei Austrian Standards Institute entwickelt. Auf nicht-normativer Ebene laufen auch Aktivitäten beim Österreichischen Franchise-Verband.
 
Zuständiger Komitee-Manager:
Dipl.-Ing. Dr. Karl Grün
Director Development
Kontakt: karl.gruen(at)as-institute.at
www.as-institute.at