Stahl veredelt mit Zink-Magnesium

Archivmeldung des Austrian Standards Institute
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ÖNORM M 3126 regelt Anforderungen an kontinuierlich mit Zink-Magnesium schmelztauchveredelte Stahlerzeugnisse.

Wien (AS prm, 2010-03-30)

Feuerverzinken ist ein seit langem bewährtes und gängiges Verfahren, um Stahl vor Korrosion zu schützen.

Die technische Entwicklung geht aber weiter: Ein relativ neues Verfahren ist die Veredelung in einem Zink-Magnesium-Tauchbad. Diese Methode wurde nun standardisiert.

Im Komitee 021 „Stahl und Eisen“ von Austrian Standards Institute wurde vor kurzem die ÖNORM M 3126 fertiggestellt und mit 1. März 2010 veröffentlicht. Sie regelt Anforderungen an kontinuierlich mit Zink-Magnesium schmelztauchveredelte Stahlerzeugnisse.

Dazu gehören:

  • Flacherzeugnisse aus weichen Stählen zum Kaltumformen,
  • Stähle für die Anwendung im Bauwesen,
  • Stähle mit hoher Dehngrenze zum Kaltumformen mit Überzügen aus Zink-Magnesium-Legierung (ZM) sowie
  • Mehrphasenstähle zum Kaltumformen.

Sie sind mit einer Zink-Magnesium-Legierung in Dicken von 0,35 bis 3,0 mm überzogen. Diese ÖNORM gilt für Bänder aller Breiten und daraus abgelängte Bleche (mindestens 600 mm Breite) sowie für abgelängte Stäbe (maximal 600 mm Breite).

Die Erzeugnisse nach dieser ÖNORM eignen sich vorzugsweise für Anwendungen, bei denen die Kaltumformbarkeit, hohe Festigkeit, eine definierte Mindeststreckgrenze und insbesondere die Beständigkeit gegen Korrosion von vorrangiger Bedeutung sind.

Die Entwicklung dieser Norm ist, so Bettina Seitl, zuständige Komitee-Managerin bei Austrian Standards Institute, „eine österreichische Pionierarbeit in der Normung metallischer Werkstoffe“. Denn sämtliche metallischen Werkstoffe werden fast ausschließlich auf europäischer Ebene genormt. Doch mit der neuen Überzugslegierung aus Zink-Magnesium ist Österreich auf diesem Gebiet Vorreiter. Führende österreichische Stahlerzeuger haben maßgeblich an dieser wegweisenden Norm mitgewirkt.


Bibliographie

ÖNORM M 3126 Kontinuierlich mit Zink-Magnesium schmelz-tauchveredelte Flacherzeugnisse aus Stahl – Technische Lieferbedingungen