Strahlung im Griff
Archivmeldung des Austrian Standards Institute
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Neue Normen helfen bei der sicheren Entsorgung radioaktiver Abfälle und bei der Ermittlung der effektiven Strahlendosis für Einzelpersonen.
Wien (AS prm, 2011-11-23)
Obwohl Österreich kein Atomkraftwerk besitzt, fallen doch aus verschiedenen Quellen radioaktive Abfälle an, beispielsweise in Krankenhäusern, Forschungseinrichtungen, Versuchsanstalten oder Industriebetrieben.
Richtlinien für die Sammlung dieser potentiell gefährlichen Abfälle sind in der Neuausgabe der ÖNORM S 2600 geregelt, die an neue Rahmenbedingungen, vor allem geänderte Übernahmebedingungen des Konditionierers angepasst wurde.
Ziel ist es, durch sorgfältige Trennung der radioaktiven Abfälle am Ort der Entstehung die Entsorgung nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten zu optimieren.
Grundlage für diese fachgerechte Entsorgung ist ein entsprechendes Konzept. Wie dies gemäß den Vorgaben der Allgemeinen Strahlenschutzverordnung (AllgStrSchV; BGBl. I Nr. 191/2006) erstellt wird, regelt die neue ÖNORM S 2609, die mit 15. Jänner 2012 erscheint.
Sie ersetzt die bisherige ONR 192607 aus 2001 und ist Voraussetzung für die Errichtung bzw. den Betrieb von Anlagen für den Umgang mit radioaktiven Stoffen.
Verfahren zur Abschätzung der effektiven Strahlendosis für Einzelpersonen der Bevölkerung durch Freisetzung natürlicher radioaktiver Stoffe in die Umwelt legt die ebenfalls neu erschienene ÖNORM S 5252 fest.
Diese Verfahren dienen insbesondere der Umsetzung der Bestimmungen der natürlichen Strahlenquellen-Verordnung in die Praxis für die wesentlichen Anwendungsfälle, z. B. Verarbeitung von Stoffen sowie Deponierung von Rückständen mit erhöhten Konzentrationen an Uran und Thorium.
Bibliographie
ÖNORM S 2600 Radioaktiver Abfall – Richtlinien für die Sammlung
ÖNORM S 2609 Umgang mit radioaktiven Stoffen – Entsorgungskonzept für radioaktive Abfälle
ÖNORM S 5252 Abschätzung der effektiven Dosis für Einzelpersonen der Bevölkerung durch natürliche Radionuklide bei der Ableitung und Deponierung von Rückständen

