Rauchfangkehrer, schwarzer Mann …

Ein Glücksbringer und seine Normen

Wien (AS prm, 2010-12-23)

Hufeisen, Fliegenpilz, vierblättriger Klee, Schwein. Das sind einige der traditionellen Glücksbringer, die rund um den Jahreswechsel verschenkt werden.

Und natürlich nicht zu vergessen: der Rauchfangkehrer. Warum gerade er als Glücksbringer gilt, das erklären die Wiener Rauchfangkehrer damit, dass er die Menschen schon seit dem Mittelalter vor Unglück bewahrt.

Glücksbringer: Rauchfangkehrer
Credit: pixelio.de (Mensi)

Konkret: durch Reinigen und Kehren des Rauchfangs verhindert, dass sich Ruß im Fang entzündet und das Feuer dann rasch auf das gesamte Wohnhaus oder das ganze Viertel übergreift. Historische Chroniken sind voll von Berichten über Feuersbrünste, denen ganze Stadtteile zum Opfer fielen.

Heute haben sich die Aufgaben des „Glücksbringers Rauchfangkehrer“ deutlich ausgeweitet. Zu seinen Arbeiten gehört nicht nur das regelmäßige Kehren von Rauchfängen in Wohnhäusern, er überprüft Heizkessel, stellt Kaminbefunde aus und kontrolliert den fachgerechten Anschluss von Heizungsanlagen.

Denn Kamine oder Rauchfänge – ob in Privathäusern, Bürogebäuden oder Industrieanlagen – sind inzwischen technisch anspruchsvolle Anlagen, die genau dimensioniert sein müssen. Letztlich geht es dabei um Sicherheit, um Schutz vor Feuer, vor allem aber auch um Schutz vor Abgasen, wie Kohlenmonoxid.

Damit der Rauchfangkehrer diese Aufgaben erfüllen kann, unterstützen und begleiten ihn zahlreiche Normen. Diese werden bei Austrian Standards Institute unter anderem im Komitee 187 „Rauch- und Abgasfänge“ erarbeitet.

Dieses Komitee ist zugleich das österreichische Spiegelgremium für die europäischen Arbeiten im Komitee CEN/TC 166 „Abgasanlagen“. Dieses Komitee steht seit Mitte 2010 unter österreichischer Leitung und koordiniert die europäischen Normungsarbeiten auf diesem Gebiet.

Lesen Sie mehr dazu im folgenden Artikel: Österreich leitet Europäische Normung für Abgasanlagen