Kampf der Nickel-Allergie

Archivmeldung Austrian Standards
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Prüfverfahren zur Bestimmung der Nickellässigkeit von sämtlichen Stäben, die in durchstochene Körperteile eingeführt werden, regelt die ÖNORM EN 1811.

Wien (AS prm, 2011-06-07)

Allergien sind weiter auf dem Vormarsch, wobei Nickel das häufigste Kontaktallergen in Europa ist.

In Tests zeigte sich, dass bereits 10 bis 20 Prozent der weiblichen Bevölkerung sowie 1 bis 3 Prozent der Männer gegen Nickel allergisch sind.

Credit: ASI prm

Klar wurde auch, dass die Hautabsorption von Nickelionen aus durchstochenen Körperteilen (Piercing) zur Sensibilisierung der Haut beiträgt.

Daher aktualisierte das Technische Komitee CEN/TC 347 „Analyseverfahren für Allergene“ nun die ÖNORM EN 1811.

Diese gilt hinsichtlich der Abgabe von Nickel über durchstochene Körperteile nun für alle Produkte mit Ausnahme von Brillenfassungen und Sonnenbrillen.

Die Zusammensetzung der Prüflösung wurde geändert, ein normativer Anhang C zur Vorbereitung von Proben vor der Prüfung angefügt.

Die Norm beschreibt dazu ein Verfahren zur Bestimmung der Nickellässigkeit aus einem Erzeugnis, das für eine Woche in künstliche Schweißlösung getaucht wird.


Bibliographie

ÖNORM EN 1811 Referenzprüfverfahren zur Bestimmung der Nickellässigkeit von sämtlichen Stäben, die in durchstochene Körperteile eingeführt werden, und Erzeugnissen, die unmittelbar und länger mit der Haut in Berührung kommen