Wohnhäuser aus Holz

Archivmeldung Austrian Standards
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Die technischen Anforderungen an Wohnhäuser aus Holz sind in der Neuausgabe der ÖNORM B 2320 festgelegt.

Wien (AS prm, 2010-12-30)

Holz wird zunehmend wieder als Baustoff für Häuser verwendet. Das alt bewährte Baumaterial ist beliebter denn je. Was bei der Errichtung von Wohngebäuden aus Holz zu beachten ist, regelt die ÖNORM B 2320, die nun einer Neuausgabe vorliegt.

Sie enthält technische Anforderungen an die Herstellung und Errichtung von Wohnhäusern aus Holz, deren Wand-, Decken- und Dachkonstruktionen, wenn diese im Wesentlichen aus Holz und/oder Holzwerkstoffen bestehen und gilt für Wohnhäuser, die in Holzrahmenbauweise (z. B. Riegel-, Ständer- und Tafelbauweise), Holzskelettbauweise und/oder Holzmassivbauweise (z. B. Brettsperrholz-, Brettstapel- und Blockbauweise) hergestellt werden.

Holzhaus
Credit: proHolz

Wohnhäuser, die entsprechend den Bestimmungen dieser Norm ausgeführt sind, ordnungsgemäß instand gehalten und widmungsgemäß genutzt werden, haben eine Lebensdauer von mindestens 100 Jahren.

Mit diesen Mindestanforderungen ist sichergestellt, dass die zugesicherten Eigenschaften für den Einsatzzweck ausreichend sind und dabei die sechs wesentlichen Anforderungen an Bauwerke – mechanische Festigkeit und Standsicherheit, Brandschutz, Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz, Nutzungssicherheit, Schallschutz, Energieeinsparung und Wärmeschutz - gemäß europäischer Bauproduktenrichtlinie (umgesetzt im Bauproduktengesetz sowie in den landesgesetzlichen Bestimmungen) eingehalten werden.

Anlass für die vollständige Überarbeitung und Neuausgabe der ÖNORM B 2320 waren die aktuellen bautechnischen Entwicklungen, Änderungen der landesgesetzlichen Bestimmungen und die Einführung des Eurocode 5 (ÖNORM EN 1995 „Entwurf, Berechnung und Bemessung von Holzbauten“).

Zwei neue Anhänge behandeln geregelte Baustoffe und mögliche Sockelausbildungen.


Bibliographie

ÖNORM B 2320 Wohnhäuser aus Holz – Technische Anforderungen