Zur Entlastung der Feuerwehr

Archivmeldung Austrian Standards
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Die neue ÖNORM EN ISO 12863 liefert Prüfverfahren zur Beurteilung der Zündneigung von Zigaretten.

Wien (AS prm, 2011-04-26)

Die brennende Zigarette, die die Wohnung oder das Haus in Brand steckt, während der Raucher schläft, ist ein klassisches Feuerwehr-Szenario.

Zigarette
Credit: ASI prm

Eine grundsätzliche Lösung – vom Nichtrauchen abgesehen – ist eine Verringerung der Zündwahrscheinlichkeit.

Das dafür notwendige Prüfverfahren, um zu verlässlichen Aussagen zu kommen, ist in der neuen ÖNORM EN ISO 12863 festgelegt.

Diese Europäische und Internationale Norm regelt ein Verfahren, um zu beurteilen, ob eine fabrikmäßig hergestellte Zigarette auf einem von drei Standardsubstraten (3, 10 oder 15 Filterpapierlagen) entweder verlöscht oder weiter brennt.

Dabei werden 40 Bestimmungen durchgeführt, um die relative Wahrscheinlichkeit zu ermitteln, ob die Zigarette trotz Wärmeableitung durch das Substrat weiterbrennt.

Die Prüfanordnung besteht aus einem Substrathalter, einem Metallkranz zum Zusammenpressen der Filterpapierlagen und einer durchsichtigen Prüfkammer zum Schutz vor Luftströmungen.

Zur Entlastung der Feuerwehr ist zu hoffen, dass künftig Zigaretten-Hersteller das Prüfverfahren nutzen und die Zündneigung der Zigaretten reduzieren.


Bibliographie

ÖNORM EN ISO 12863 Normprüfverfahren zur Beurteilung der Zündneigung von Zigaretten