Schöner wohnen
Archivmeldung Austrian Standards
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Welche Anforderungen nichttragende Innenwände erfüllen müssen, steht in der ÖNORM B 3358.
Wien (AS prm, 2011-04-22)
Eines der wichtigsten Lebensziele der Österreicher sind die eigenen vier Wände. Zur individuellen und sicheren Ausgestaltung des Wohnumfelds steht eine ganze Palette nichttragender Innenwandsysteme zur Auswahl, deren Anforderungen und Prüfungen in ÖNORM B 3358 geregelt sind.
Die Norm bildet die Grundlage für die materialgerechte Wahl des Aufbaus von nichttragenden ein- oder mehrschaligen Innenwänden unterschiedlicher Konstruktion und Herstellung bzw. Anwendung (außer Holz und Glas).
Nichttragende Innenwände sollten erst nach Fertigstellung des Rohbaus eingebaut werden, da zu diesem Zeitpunkt bereits ein großer Teil der Verformungen der tragenden Konstruktion abgeklungen ist. Trennwände erhalten ihre Standsicherheit erst durch Anschlüsse an die angrenzenden Bauteile.
Die Verbindungen müssen den Einfluss, den Formänderungen angrenzender Bauteile haben können, berücksichtigen. Bewährt haben sich gleitende Anschlüsse, die durch Anordnung von Profilen und Nuten entstehen, eventuell bei gleichzeitigem Einlegen einer Gleitfolie.
Bei Decken mit schwimmendem Estrich wird die nichttragende Trennwand direkt auf die Rohdecke aufgesetzt. Bei Verbundestrich kann die nichttragende Trennwand auf den Estrich gesetzt werden. Bei Deckenspannweiten über 4 m empfiehlt es sich, am Fußpunkt eine Trennlage vorzusehen, um einen Abriss der unteren Scharen aufgrund von Deckendurchbiegungen zu verhindern.
Nichttragende Innenwände müssen außer ihrer Eigenlast, einschließlich etwaiger Putze oder Wandbekleidungen, auch geringe statische Lasten, leichte Konsollasten sowie geringfügige dynamische Belastungen (Stoßbeanspruchungen) ohne Beeinträchtigung der Funktionstauglichkeit aufnehmen und auf tragende Bauteile ableiten.
Bibliographie
ÖNORM B 3358 Nichttragende Innenwandsysteme;
Teil 1: Begriffe, Anforderungen und Prüfungen
Teil 2: Systeme aus Ziegeln
Teil 3: Systeme aus Betonsteinen aus Normal- oder Leichtbeton
Teil 4: Systeme aus Porenbeton
Teil 6: Ständerwandsysteme mit Gipsplatten (Gipskartonplatten)

