Regeln für den „Dritten Mann“

Archivmeldung Austrian Standards
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Wie Normen bei der Begeh- und Wartbarkeit von Abwasserleitungen und -kanälen helfen.

Wien (AS prm, 2011-04-22)

Das unterirdische Netz an Abwasserleitungen und -kanälen stellt eine eigene Welt dar, ist seit Jahrhunderten gewachsen und bedarf daher laufender Pflege.

Nicht nur der legendäre „Dritte Mann“ musste sich in dem verwirrenden Netz zurechtfinden, sondern vor allem die Arbeiter, die tagtäglich für das Funktionieren Sorge tragen.

Leitungsbau
Credit: ASI prm

Um die Begeh- und Wartbarkeit der Netze möglichst optimal zu gestalten, legt die ÖNORM EN 476 allgemeine Anforderungen an Bauteile innerhalb und außerhalb von Gebäuden, wie Rohre, Formstücke und Einsteigschächte mit ihren jeweiligen Verbindungen fest, die für Abwasserleitungen und -kanäle bestimmt sind und die als Schwerkraftentwässerungssysteme (Freispiegelsystem) mit maximal 40 kPa betrieben werden.

Sie definiert ebenfalls allgemeine Anforderungen an Bauteile für hydraulisch und pneumatisch betriebene Abwasserdruckrohre, -leitungen und -kanäle. Die Norm unterscheidet zwischen Einsteig- und Kontrollschacht und beschreibt Kriterien für die Belastbarkeitsprüfung von Rohren.

Darüber hinaus ist sie auch als Referenz zur Erstellung einer Produktspezifikation anwendbar, sofern keine Produktnorm zur Verfügung steht. Die Norm gilt allerdings nicht für Bauteile, die bei grabenlosem Einbau nach EN 14457 bzw. für die Renovierung von Abwasserleitungen und -kanälen nach EN 13380 eingesetzt werden.


Bibliographie

ÖNORM EN 476 Allgemeine Anforderungen an Bauteile für Abwasserleitungen und -kanäle