Normen zu Kunststoffen

Die reiche Welt der Kunststoffe

Kunststoff ist allgegenwärtig. Von der Tragtasche über Kinderspielzeug bis zu Wasserrohren ist das Universalprodukt im Einsatz. Standardisierte Prüfungen der Qualität sowie hochspezialisierte Qualitätsnormen trugen und tragen zum Erfolg dieses Produkts bei.

Der Trend geht in neue Richtungen: Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz werden immer wichtiger.

Kunststofffolien
Credit: ASI prm

Gut geprüft ist halb gewonnen

Am Anfang steht die verlässliche Qualität. Europäische Prüfnormen regeln die Qualität der vielfältigen Produkte: Schichtpressstoffplatten (HPL), Formmassen (SMC-BMC) oder Bauteile aus weichmacherfreiem Polyvinylchlorid (PVC-U) sind nur drei Beispiele, bei denen Normen Qualitätsanforderungen und Prüfbedingungen genau festsetzen. Denn Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff. Für jede Anwendung gilt es, eine spezielle Rezeptur und spezielle Normen zu beachten.

Kunststoffprüfnormen (Auswahl):

ÖNORM EN 438: Dekorative Hochdruck-Schichtpressstoffplatten (HPL) (acht Teile)
ÖNORM EN 12654: Textilglas - Garne
ÖNORM EN 13207: Thermoplastische Silagefolien

Kind beim Malen mit Fingerfarben
Credit: ASI prm

Wenn Kinder spielen

Kunststoffe sollen aber nicht nur Qualitätsprodukte aus Materialsicht sein. Wenn Kinderaugen vor buntem Spielzeug leuchten, geht es auch um die Sicherheit. Die europäische Normung hat sich mit der elfteiligen ÖNORM EN 71 um Sicherheit und Gesundheit Ihrer Nachkommen eingesetzt und ergänzt die Gesetzgebung.

Kinderspielzeugnormen der Reihe EN 71:

ÖNORM EN 71-1: Sicherheit
ÖNORM EN 71-2: Entflammbarkeit
ÖNORM EN 71-3: Migration bestimmter Elemente
ÖNORM EN 71-8: Schaukeln und Rutschen für häuslichen Gebrauch

Zwei Gesetze - die Spielzeug-Verordnung sowie die Spielzeugkennzeichnungs-Verordnung - verankern diese europäischen Sicherheitsanforderungen in der österreichischen Gesetzgebung.

Der Trend geht weiter zu Gesundheit: An der Normung zur Beseitigung Krebs erregender Wirkungen von Kunststoffen wird seit Jahren intensiv gearbeitet. Das ist die Zukunft der Kunststoffstandards.

Abfalleimer
Credit: ASI prm

Umwelt schützen

Viele Jahrzehnte galten Kunststoffe als Alleskönner. Das Bewusstsein für die Belastung der Umwelt war anfangs gering. War, wie gesagt.

Heute ist in der Normung wichtig, dass der Lebenszyklus des verwendeten Stoffs, seine Unschädlichkeit sowie die Entsorgung und Wiederverwertung klar sind.

Österreich bringt hier seine langjährige Erfahrung in Sachen Umweltschutznormung erfolgreich ein.

Plastikflasche
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Gut verpackt

Eines der wichtigsten Anwendungsgebiete von Kunststoffen ist die Verpackung. Ob hart oder durchsichtig, für gefährliche Güter oder einfach als Abfallsack - die Verpackung ist in der Normung ein wichtiges Thema.

Der Trend geht in ganz Europa zu leistungsfähigen und umweltfreundlichen Produkten und den dazugehörigen Anforderungen und Prüfverfahren.

Verpackungen aus Kunststoff:

ÖNORM EN 13592: Kunststoffsäcke für die Abfallsammlung in Haushalten
ÖNORM EN 14867: Gefrierbeutel aus Kunststoff
ÖNORM EN 15386: Laminat- und Kunststofftuben
ÖNORM EN ISO 20848: Verpackung - Kunststofffässer
ÖNORM EN ISO 23667: Verpackungen zur Beförderung gefährlicher Güter

Steckbausteine aus Kunststoff
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Viele unterschiedliche Anwendungen

Die Zahl der Normen, die in Österreich für Kunststoff relevant sind, hängt von den unterschiedlichen Anwendungen ab. Entwickelt werden die Normen vorwiegend auf europäischer und internationaler Ebene.

Sicherheit, Ökologie und Gesundheit sind zunehmend Werte, die sich in der Normung niederschlagen.