Normen zu Informatik & Kommunikation

In der Welt der Bits und Bytes

Kommunikation ist in der heutigen Welt ein Fluss von Bits und Bytes in Netzwerken; im Kleinen wie im Großen.

Egal, ob ein Kunde seine Karte in ein Lesegerät schiebt, der Drucker die Befehle des Computers versteht oder eine Bilddatei auf die Hälfte ihrer Größe komprimiert wird – Normen setzen Standards.

Tastatur
Credit: ASI prm

Von Grund auf geregelt

Mehr als 2 300 Normen regeln die Welt der Informatik. Ursprünglich sind Netzwerke firmenintern als Kommunikationsmedien entstanden. Bald wurde den Unternehmen klar: Wir müssen Informationen aus dem internen Netzwerk weitergeben und genauso von außen empfangen können. Angefangen von den Programmiersprachen einigten sich Experten auf immer mehr Standards, die sie benötigen.

Programmiersprachen (Auswahl):

ÖNORM EN 29899: Programmiersprachen C
ÖNORM EN 27185: Programmiersprachen Pascal
ÖNORM EN 26373: Datenverarbeitung - Programmiersprachen - Minimal BASIC

Internetstecker
Credit: ASI prm

Sicherheit geht vor

Der Euphorie des hemmungslosen Datenflusses muss jedoch eine Grenze gesetzt werden. Konsumentenschützer erheben ihre Stimme für den Schutz der Privatsphäre. Sicherheit im weitesten Sinn ist für Unternehmen eine zentrale Frage: Wichtig sind stabile Netzwerke sowie Schutz gegen Hacker-Angriffe und Datenverlust. Initiativen, an denen alle Interessensgruppen mitarbeiten, finden Regelungen, denen alle Beteiligten zustimmen können.

Sicherheit im Informatik-Bereich (Auswahl):

ÖNORM A 7700: Sicherheitstechnische Anforderungen an Webapplikationen
ÖNORM EN ISO/IEC 19796-1: Informationstechnik - Lernen, Ausbilden und Weiterbilden - Qualitätsmanagement, -sicherung und -metriken - Allgemeiner Ansatz
ÖNORM ISO/IEC 27001: Informationstechnologie - Sicherheitstechnik - Informationssicherheits-Managementsysteme - Anforderungen
ÖNORM ISO/IEC 27002: Informationstechnologie - Sicherheitstechnik - Leitfaden für das Management der Informationssicherheit

e-card
Credit: ASI prm

Die Karte, die alles kann

Die "Bürgerkarte" ist in der Informatik-Normung ein wichtiges Thema. Sie wird von einer Behörde ausgegeben, erteilt Berechtigungen und soll in der Europäischen Union als Reisedokument gelten. Europaweit einigten sich die Experten auf technische Spezifikationen. In Österreich ist die Kennzeichnung von Identifikationskarten - von der Bürgerkarte bis zur Kundenkarte - national geregelt.

Bürgerkarte - Chipkarte (Auswahl):

ÖNORM CEN/TS 15480-1: Identifikationskartensysteme - Europäische Bürgerkarte - Physikalische, elektrische und transportprotokollbezogene Merkmale
ÖNORM EN 726 (7teilig): Identifikationskartensysteme - Anforderungen an Chipkarten und Endgeräte für Telekommunikationszwecke
ÖNORM EN 1332 (4teilig): Identifikationskartensysteme - Schnittstelle Mensch-Maschine
ÖNORM A 2645: Identifikationskarten - Chipkarten mit Kontakten - Österreichisches Numerierungssystem und Registrierverfahren für Anwendungsanbieternummern

Leiterplatten
Credit: ASI prm

Mehr als Internationale Standards

Österreichs Normung in der Informatik geht punktuell über die internationale hinaus -an ganz spezifischen, aber wesentlichen Stellen der Datenwelt. Die korrekte Vernichtung von Bits und Bytes auf Festplatten, die nicht mehr gebraucht werden, sowie der Datenfluss zwischen Krankenanstalten und Versicherungen werden durch Normen vereinfacht.

Spezialthemen:

ÖNORM A 7700: Sicherheitstechnische Anforderungen an Webapplikation
ÖNORM S 2109-4: Akten- und Datenvernichtung - Geräte und Geräteteile mit Datenträgern
ÖNORM K 2201-2: Nachrichten für den elektronischen Datentausch von Abrechnungsdaten zwischen Krankenanstalten und Privatversicherungen

Kabel
Credit: ASI prm

Themen der Zukunft

Im weiten Gebiet der Informatik sind es vor allem Internationale Standards, die technische Lösungen bringen, Kommunikation und Innovation erleichtern. Die Themen der Zukunft gehen jedoch über Technik weit hinaus: Sicherheit, Schutz der Privatsphäre und kontrollierte Datenflüsse werden an Bedeutung gewinnen.