Normen zu Chemie
Die kontrollierte Kraft
Die Lebenszeit von Holz verlängern, Trinkwasser analysieren oder Bodenqualität untersuchen - das sind einige der vielen Aufgaben für Chemiker. Internationale, Europäische und österreichische Normen helfen bei der Einhaltung von Gesetzen und legen aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen einen Rahmen fest, um so den Nutzen der Chemie zu optimieren.
Vernünftiger Einsatz
Der Chemie und ihren Möglichkeiten werden Grenzen gesetzt. In Österreich schützen das Chemikaliengesetz und die bundesweite Giftliste vor gefährlichen Stoffen.
Was mit welchen Stoffen gemacht werden darf, wie sie einsetzbar sind und welche Mindestanforderungen sie erfüllen müssen, regeln nationale und Internationale Normen. Ein wichtiger Bereich in der Normung sind dabei Beschichtungsstoffe.
Mehr Infos auf den Seiten des Lebensministeriums
Lacke & Co
Zahlreiche Internationale Normen befassen sich mit der Prüfung von Beschichtungsstoffen. Die Anstriche umgeben uns in der Wohn- und Arbeitswelt und müssen vor der Verwendung zahlreiche Tests im Labor durchlaufen.
Wasserdampfdurchlässigkeit, Abriebwiderstand oder Deckvermögen werden anhand von Normen überprüft. Aufgebracht auf Holz oder Stahl, geben Beschichtungen wiederum Stoffe ab.
Eine bahnbrechende Internationale Norm hat sich erstmalig der nachfolgenden Luftverunreinigung angenommen und hilft Grenzwerte zu ermitteln.
Beschichtungsstoffe international (Auswahl):
ÖNORM EN ISO 4618: Beschichtungsstoffe - Begriffe
ÖNORM EN ISO 12944 (acht Teile): Beschichtungsstoffe - Korrosionsschutz von Stahlbauten durch Beschichtungssysteme
ÖNORM EN ISO 16000 (neun Teile): Innenraumluftverunreinigungen - Probenahmestrategien
In Österreich kümmert sich die Normung zu Lacken & Co um Anwendung, Zusammensetzung und Beurteilung der Ergebnisse.
Beschichtungsstoffe national (Auswahl):
ÖNORM C 2321: Beurteilung optischer Mängel auf lackierten Oberflächen von Möbeln, Innentüren, Wand- und Deckenverkleidungen aus Holz und Holzwerkstoffen
ÖNORM C 2354: Transparente Beschichtungsstoffe für Holzfussböden und Versiegelungen
ÖNORM C 2380: Beschichtungsstoffe - Wachse und Öle für Holzoberflächen
Wasser des Lebens
Wasser ist Lebensmittel und eine der wichtigsten Naturressourcen zugleich. Umweltschutz, Reinheit und Hygiene sind in Gesetzen und Normen umfassend geregelt. Das zentrale Wasserrechtsgesetz wird in Österreich von Verordnungen zu Trinkwasser, Pestiziden, Nitraten u. Ä. ergänzt.
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Die Normung übernimmt die Aufgabe, zu definieren, wie man Wasser korrekt aufbereitet, analysiert und untersucht. Die österreichischen Normen für Trinkwasser hängen eng mit dem Lebensmittelkodex zusammen, der Stoffe listet, die bundesweit eingesetzt werden dürfen.
Wassernormen (Auswahl):
ÖNORM EN ISO 5667 Wasserbeschaffenheit
Teil 1: ... - Probenahme - Anleitung zur Erstellung von Probenahmeprogrammen und Probenahmetechniken
Teil 3: … - Anleitung zur Konservierung und Handhabung von Wasserproben
ÖNORM M 6246: Wasseruntersuchung - Angabe von Analysenergebnissen bei Trinkwasseruntersuchungen
Erde des Lebens
Das österreichische Normenwerk für den Boden ist das europaweit umfangreichste Regelwerk. Die Experten wirken aktiv an der Internationalen Normung mit. Hier geht es vor allem um Analyseschritte, die geregelt werden.
Europa hat mit der Bodenrahmenrichtlinie die rechtlichen Grundlagen abgesteckt. Österreich setzt einen besonderen Schwerpunkt der Normungsarbeit in der Betrachtung des Bodens als Pflanzenstandort.
Bodennormen (Auswahl):
ÖNORM L 1050: Boden als Pfanzenstandort - Begriffe und Untersuchungsverfahren
ÖNORM L 1053: Chemische Bodenuntersuchungen - Allgemeines
ÖNORM L 6061 (zwei Teile): Physikalische Bodenuntersuchungen
ÖNORM L 1059: Probenahme von Waldböden
ÖNORM EN ISO 16720: Bodenbeschaffenheit - Vorbehandlung von Proben





