Lärm aus dem Gasthaus

Archivmeldung Austrian Standards
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Wie wichtig es ist schalltechnische Grundlagen bereits bei der Planung und Errichtung einzuhalten, steht in der neuen ÖNORM S 5012.

Wien (AS prm, 2010-12-13)

Das „Beisl am Eck“ oder das neue In-Lokal im Wohnhaus ist nicht immer die reine Freude für Bewohner und Anrainer. Denn Lärm, den man nicht selbst verursacht, wird mitunter als recht störend empfunden.

Gasthausgäste
Credit: ASI prm

Das muss nicht immer nur am Verhalten der Gäste liegen, das kann auch von Lüftungen oder anderen Einrichtungen rund um das Lokal herrühren.

Deshalb ist es besonders wichtig, die entsprechenden schalltechnischen Grundlagen schon bei Planung und Errichtung zu berücksichtigen, um mögliche Konflikte im Vorfeld zu vermeiden.

Worauf es dabei ankommt, ist in der neuen ÖNORM S 5012 dokumentiert.

Diese Norm ist für die Planung von Gastgewerbebetrieben, vergleichbaren Einrichtungen gewerblicher und nichtgewerblicher Art und deren Anlagen anzuwenden.

Sie enthält Grundlagen für die rechnerische Ermittlung von Schallimmissionen, um den erforderlichen Schallschutz zur Vermeidung von unzumutbaren Anrainerbelästigungen durch ein einheitliches Vorgehen bei der schalltechnischen Planung sowie Ausführung zu erreichen und nachzuweisen zu können.

Die Normung der Schallemission von Gastbetrieben ist – wie einleitend in der Norm festgestellt wird – im Vergleich zu industriellen Betrieben, bei denen eindeutige Betriebszustände definierbar sind, mit wesentlich größeren Unsicherheiten behaftet.

Das Verhalten von Personen lässt sich nur qualitativ beschreiben und kann sich aus einer bestimmten Situation heraus stark verändern.

Um diese Norm richtig anzuwenden, ist es auf jeden Fall notwendig, einen Schalltechniker heranzuziehen, der gemeinsam mit dem Betreiber die Betriebsparameter festlegt.


Bibliographie

ÖNORM S 5012 Schalltechnische Grundlagen für die  Errichtung von Gastgewerbebetrieben,  vergleichbaren Einrichtungen sowie den damit verbundenen Anlagen – Ermittlung der Emissionen