Wasser reinigen mit Pflanzen
Archivmeldung des Austrian Standards Institute
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Anwendung, Bemessung, Bau, Betrieb, Wartung und Überprüfung von Pflanzenkläranlagen sind in ÖNORM B 2505 festgelegt.
Wien (ON/AS+ prm, 2009-04-03)
Pflanzen erfüllen im ökologischen Kreislauf wichtige Funktionen – unter anderem bei der Reinigung von Abwässern. So werden sie in Pflanzenkläranlagen, in der Fachsprache als „bepflanzte Bodenfilter“ bezeichnet, eingesetzt.
Sie funktionieren nach einem einfachen Prinzip: In ein künstlich hergestelltes Becken, das mit Folien gegen den Untergrund abgedichtet ist, werden ausgewählte Sumpfpflanzen eingesetzt. Mechanisch oder biologisch vorgereinigtes Abwasser wird dabei – stoßweise und möglichst gleichmäßig verteilt – auf den künstlich aufgebauten, durchlässigen Sand- oder Kiesfilter aufgebracht und während der vertikalen Durchsickerung durch den Bodenkörper gereinigt.
Den Abbau der Inhaltsstoffe übernehmen Mikroorganismen, die im Wurzelraum der Pflanzen leben. Die notwendige Sauerstoffversorgung dieser Mikroorganismen wird durch periodisches Austrocknen des Bodenfilters erreicht.
Die Grundlagen für diese Pflanzenkläranlagen – Bemessung, Bau, Betrieb, Wartung und Überprüfung – regelte bisher die Vornorm ÖNORM B 2505. Ab 1. März 2009 hat dieses Dokument den Status einer (echten) ÖNORM. Darin sind jüngste technische Entwicklungen und Forschungsergebnisse berücksichtigt. Anlagen nach dieser Norm sind für eine Größe bis 500 Einwohnerwerte einsetzbar.
Bibliographie
ÖNORM B 2505 Kläranlagen – Intermittierend beschickte Bodenfilter („Pflanzenkläranlagen“) – Anwendung, Bemessung, Bau, Betrieb, Wartung und Überprüfung

