Elektroinstallationen:

Archivmeldung des Austrian Standards Institute
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koordinieren statt später aufstemmen

Die Normenreihe ÖNORM B 5431-5436 koordiniert und informiert über sämtliche Maßnahmen im Bereich Elektroinstallationen.

Wien (AS prm, 2009-05-22)

Eine umfassende und ausreichende elektrische Versorgung für die zahlreichen Geräte, die heute in Beruf und Alltag selbstverständlich sind, ist unverzichtbar. Um sämtliche notwendigen Leitungen effizient im Bauwerk unterzubringen, ist es notwendig, bereits bei der Planung und in der Bauphase entsprechende Maßnahmen zu treffen, die eine fachgerechte Verlegung der Elektroinstallationen gewährleisten.
Diese Schnittstelle zwischen Bauunternehmen und Elektrounternehmen ist in der Normenserie ÖNORM B 5431 bis B 5436 geregelt, die seit 15. April 2009 in einer aktuellen, dem technischen Stand entsprechenden Ausgabe vorliegt.

Kabelkanal
Credit: ASI prm

ÖNORM B 5431 enthält Angaben über die Koordinierung der Elektroinstallationsarbeiten mit den Bauhaupt- und Baunebenarbeiten, um Verzögerungen des Baufortschritts zu verhindern. Die Rechte und Pflichten für Vertragspartner sind in den dem Vertrag zugrundegelegten ÖNORMEN H 2210 und B 2110 enthalten.

Die baulichen Vorkehrungen und der Einbau von Fundamenterdern legt ÖNORM B 5432 fest. Neben den Einbaumaßnahmen, wie Betonüberdeckung und Lage des Erders im Fundament, ist auch die Mindestqualität des Betons geregelt. Die Ausführung der Fundamenterder regeln die entsprechenden Normen der Elektrotechnik.

ÖNORM B 5433 ist für die Planung und Ausführung baulicher Vorkehrungen für Hausanschlüsse, Hauptleitungen und Messeinrichtungen von Elektroinstallationen anzuwenden. Neben der Anordnung der Messeinrichtungen sind auch die Mindestabmessungen von Versorgungsschächten für elektro- und informationstechnische Anlagen geregelt. Die elektrotechnische Ausführung selbst ist nicht Gegenstand dieser ÖNORM.

Der Anwendungsbereich der ÖNORM B 5434 beschränkt sich auf bauliche Vorkehrungen für energietechnische Anlagen im Wohnbau mit klassischen Baustoffen wie Ziegeln, Hohlblocksteinen, Ortbeton sowie mit Fertigteilen. Zusätzlich zu Planungshinweisen und Anordnung von Verteilern und Zählern sowie von Installationsbereichen für die Leitungsführung sind auch Hinweise für die Elektroinstallation in Fertigteilen und Ortbeton enthalten.

Für informationstechnische Anlagen im Wohnbau, wie Fernmelde- und Fernwirkeinrichtungen, Elektroakustik- und Antennenanlagen, Raumsicherungs- und Brandmeldeanlagen, ist ÖNORM B 5435 anzuwenden. Erfordernisse, Projektierung und Ausführung der baulichen Maßnahmen für Blitzschutzsysteme sind in ÖNORM B 5436 geregelt. Dabei wird besonders auf die Vorkehrungen für Fang- und Ableiteinrichtungen eingegangen. Die elektrotechnischen Bestimmungen für die Ausführung der Blitzschutzsysteme sind in ÖVE/ÖNORM E 8049-1 und  ÖVE/ÖNORM EN 62305 (Teile 1 bis 4) zu finden. 
eh


Bibliographie

ÖNORM B 5431 Elektroinstallationen – Koordinierung und Bauablaufplanung
ÖNORM B 5432 Elektroinstallationen – Bauliche Vorkehrungen für Fundamenterder
ÖNORM B 5433 ... Hausanschlüsse, Hauptleitungen, Messeinrichtungen
ÖNORM B 5434 ... energietechnische Anlagen im Wohnbau
ÖNORM B 5435 ... informationstechnische Anlagen im Wohnbau
ÖNORM B 5436 ... Blitzschutzsysteme