Was geschieht, wenn ein Normungsthema mehrere Gremien betrifft?
Jedes Komitee hat einen klar abgegrenzten Aufgabenbereich. Er ist im so genannten Scope“ genau definiert. Das heißt: Neue Norm-Projekte werden immer einem bestimmten Komitee zugeordnet, was die Normungsarbeit ganz wesentlich erleichtert. Doch immer wieder kommt es vor, dass neue Projekte zum Teil auch die Arbeiten anderer Komitees berühren.
Besteht die Gefahr von Widersprüchen zu gültigen oder in Bearbeitung befindlichen ÖNORMEN, bzw. stellt sich heraus, dass Teilinhalte in den Aufgabenbereich anderer ON-Ks fallen, so ist es notwendig, dass die Vorsitzenden der ON-Ks die Arbeiten rechtzeitig koordinieren.
Dazu muss der federführende Komitee die (mit-) betroffenen Komitees einladen, Vertreter zu entsenden, die die Meinung ihres Komitees vertreten. Diese Maßnahmen sollten bereits dann getroffen werden, wenn beschlossen wird, das neue Norm-Projekt in Angriff zu nehmen. Außerdem gibt es eine Empfehlung, den erarbeiteten ÖNORM-Entwurf auch den anderen betroffenen Komitees zur Stellungnahme vorzulegen.
In der Vorbemerkung der ÖNORM wird außerdem festgehalten, dass die betreffende Norm in Abstimmung mit anderen Komitees ausgearbeitet wurde.