Vorgehensweise
Sobald das Komitee den Vorschlag zur nationalen Entwicklung einer ÖNORM angenommen hat, werden Öffentlichkeit und mögliche konkrete Interessenten über das Norm-Projekt und die Möglichkeit zur Mitarbeit informiert. Außerdem wird das Projekt den anderen CEN-Mitgliedern gemeldet ("notifiziert").
Der Norm-Vorschlag wird dann in einer Arbeitsgruppe des Komitees innerhalb eines zuvor festgelegten Zeitplans entwickelt. Ein Komitee-Manager von Austrian Standards Institute begleitet das Projekt über den gesamten Zyklus.
Nach Abschluss der Arbeiten entscheidet das Komitee, ob der Vorschlag als ÖNORM-Entwurf der Öffentlichkeit zur Stellungnahme vorgelegt werden kann.
Entscheidet das Komitee ohne Gegenstimmen (Konsens) für die Herausgabe des ÖNORM-Entwurfs, kann die Öffentlichkeit, innerhalb einer (sechswöchigen) Frist Kommentare zum Inhalt des ÖNORM-Entwurfs abgeben. Dafür steht eine eigene Einspruchstabelle bereit.
Stellungnahmen zu Entwürfen können seit 2010 auch über das Normen-Entwurf-Portal online abgegeben werden.
Die Kommentare, die aus dem Stellungnahme-Verfahren einlangen, werden im Komitee behandelt (möglichst unter Teilnahme derer, die Stellung genommen haben). D.h.: Die Kommentare werden entweder angenommen oder unter Nennung von Gründen abgelehnt.
Je nach Art und Umfang der Änderungen, die sich aus dem Stellungnahmeverfahren ergeben, entscheidet das Komitee, ob
- das Dokument als (fertige) ÖNORM veröffentlicht werden kann
- der Entwurf überarbeitet und als "2. ÖNORM-Entwurf" neuerlich zur Stellungnahme aufgelegt wird, oder
- das Projekt aus dem Arbeitsprogramm gestrichen wird.
