Von der Stellungnahme bis zur Veröffentlichung

Fortsetzung von "Entwicklung einer Europäischen Norm" (1) und "Ablauf" (2)

Anschließend gibt das Spiegelgremium die akkordierte nationale Stellungnahme ab. Bei mandatierten Norm-Entwürfen – die künftige Norm ist als Unterstützung von EU-Richtlinien vorgesehen – werden auf europäischer Ebene zusätzlich Empfehlungen von Consultants eingeholt. Sie überprüfen, ob die grundlegenden Anforderungen der EU-Richtlinien bzw. der Arbeitsauftrag (Mandat) der Europäischen Kommission erfüllt sind.

Auf Basis der eingelangten Stellungnahmen erstellt das CEN/TC den Schlussentwurf. Die nationalen Normungsorganisationen entscheiden innerhalb von zwei Monaten in einer gewichteten Schlussabstimmung über die Annahme der EN.

Liste: Gewichtete Stimmen
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Inhaltliche Änderungen sind dabei nicht mehr möglich. Für eine Annahme müssen mindestens 71 Prozent der abgegebenen gewichteten Stimmen positiv sein. Hat eine nationale Normungsorganisation keine Reaktion zu dem Schlussentwurf erhalten, enthält sie sich der Stimme.

Die Ratifizierung einer Europäischen Norm erfolgt automatisch einen Monat nach einem positiven Abstimmungsergebnis in deutscher, englischer und französischer Sprache.

Nach der Ratifizierung muss eine Europäische Norm innerhalb von sechs Monaten als nationale Norm übernommen werden – in Österreich als ÖNORM EN. Abweichende/widersprechende nationale Normen sind zurückzuziehen.

Bei mandatierten Normen beantragt CEN bei der Europäischen Kommission die Veröffentlichung der Fundstelle der EN im Amtsblatt der EU.

In regelmäßigen Abständen überprüft CEN, ob eine Überarbeitung einer EN erforderlich ist. Dies erfolgt in der Regel durch eine Umfrage in den, nationalen zuständigen Komitees (Spiegelgremien).